Die Ortsteile der Gemeinde Mühl Rosin

Quellen: Chronik Teil 1 Frau Wagner
Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Mühl Rosin

 

Die drei Dörfer Bölkow mit Koitendorf, Mühl Rosin und Kirch Rosin bilden zusammen seit 1991 die Gemeinde Mühl Rosin.
Mühl Rosin ist das Zentrum der Gemeinde und der größte Ort. In der Gemeinde wohnen zurzeit 1130 Einwohner.
Ihr Territorium erstreckt sich über 24,29 km². Bölkow und Mühl Rosin liegen südlich der Kreisstadt Güstrow direkt an den Ufern des Inselsees. Kirch Rosin liegt in der Nebelniederung und ca 8 km von Güstrow entfernt.
In den in Kirch Rosin gelegenen 4 ha großen See fließt der Teuchelbach.
Der Mühlenbach ist ein durch Menschen angelegtes Gewässer und verbindet den Kirch Rosiner See mit dem Inselsee.
Im Süden der Gemeinde befinden sich dichte Laubwälder und die Hügel erreichen eine Höhe von 70 m ü NN.
Das Wappen der Gemeinde wurde am 6. April 1994 durch das Innenministerium genehmigt und ist unter der Nummer 19 in der Wappenrolle von Mecklenburg - Vorpommern registriert.

In diesem Gebiet siedelten bereits in der Steinzeit Menschen. Sie versuchten, sich in dieser damals unwirtlichen Gegend durch Jagd und Fischerei sowie durch das Sammeln von Früchten eine Lebensgrundlage zu schaffen.
Insgesamt sind bis heute 62 ur- und frühgeschichtliche Stücke aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit in unserer Nähe ausgegraben. Während in der Steinzeit die Toten oftmals in großen "Hünengräbern" bestattet wurden, betteten die Menschen die Asche ihrer verbrannten Toten in der Bronzezeit in Kegelgräbern.
Aus der Bronzezeit stammt auch der bekannte Steinkreis in den Koitendorfer Tannen am Wege Bellin - Badendiek.
Die Funde weisen eindeutig darauf hin, dass die Gegend um Bölkow, Mühl Rosin und Kirch Rosin bereits lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung dieser Dörfer durch germanische Stämme bewohnt war.
Im Zuge der Völkerwanderung verließen die Germanen diese Gebiete und ungefähr um die Mitte des 6. Jahrhunderts folgten aus östlicher Richtung kommend die Wenden,die slawischen Stämmen angehörten.
Ihre Hauptstämme teilten sich in zwei Stammesverbände: Obotriten und Wilzen,später auch Lutizen genannt.
Ein Zeitzeuge für die slawische Besiedlung ist noch heute der im Inselsee bei Bölkow gelegene Burgwall.
Im Jahre 1184 besiegt der Dänenkönig Kanut den slawischen Burgherrn Otimar in seiner Burg in Bölkow.

Am 3. Juni 1226 war die erste urkundliche Erwähnung von Bölkow. Heinrich, Fürst von Rostock, gründet zu Güstrow ein Kollegialstift mit zehn Präbenden und bewidmet dasselbe u.a. mit Bölkow (Belcowe). Kirch Rosin und Mühl Rosin fanden die erste urkundliche Erwähnung am 1.November 1228.
Die Stadt Güstrow erhielt die Wälder und die Weidegerechtigkeit von Rosin ( Ressin ). Von Zisterziensern aus dem Kloster Michaelstein im Bistum Halberstadt wurden bedeutende Bauwerke wie 1270 die Kirche in Kirch Rosin erbaut und um 1320 der Mühlenbach angelegt.